Laufen mit Musik

Die richtige Musik zum Laufen und Joggen

Mit Musik im Ohr macht Sport mehr Spaß!

 

Aber nicht jedes Lied eignet sich zum Laufen und Joggen. Worauf Du bei der Songauswahl achten solltest, liest Du hier.

 

Zum Laufen sollte man Musik wählen, die nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam ist. Zu schnelle Rockmusik motiviert zwar sehr leicht, verleitet aber auch dazu, schneller als ratsam zu laufen. Besonders langsame Musik kann das Gegenteil bewirken.

 

Professor Wolfgang Tiedt, Institutsleiter für Tanz und Bewegungskultur an der Sporthochschule Köln: „Die Musik muss zur Bewegung passen. Beim Joggen ist eine leichte, luftige Musik ideal."

Welche Bedeutung hat Musik beim Laufen?

Sportpsychologe Dr. Ulrich Kuhl vom Olympiastützpunkt Rhein-Ruhr aus Essen: „Musik hat eine große Bedeutung beim Joggen. Sie wirkt sich einerseits auf den Puls und die Atmung aus. Anderseits kann sie auch Emotionen hervorrufen und motivierend wirken. Außerdem können Sie Musik gut zur Ablenkung einsetzen."


Welche Songs für Dich am besten sind ist aber auch Geschmackssache. Faustregel: Die Musik sollte keinen gleichförmigen, monotonen Rhythmus wie beim Techno haben, da auch die Laufbewegung nicht statisch ist. Ein krummer Takt wie beim Hip-Hop ist ebenso wenig empfehlenswert.


Wer seine Lieblingsmusik auf Lauftauglichkeit prüft, sollte die Taktschläge der Musik („beats per minute", bpm) und die Schritte beim Laufen pro Minute zählen. Es sollte immer ein Schritt auf einen Beat kommen. Sehr gut geeignet zum Laufen sind Swingmusik und Samba-Rhythmen, aber auch schnellerer Pop.

Worauf muss ich beim Laufen mit Musik achten?

Wichtig ist, dass Du trotz der Musik auf Deine Körpersignale achtest, denn Musik lenkt ab. So kann es schnell passieren, dass Du Dich überanstrengst. Deshalb kontrolliere immer wieder Deine Atmung und den Bewegungsablauf.

Warum soll ich nicht jedes Mal beim Laufen Musik hören?

Du solltest Laufen nicht grundsätzlich mit Musik verbinden. Setze die Musik gezielt ein. Beispielsweise als Motivation an Tagen, an denen Du eigentlich keine Lust hast, Dich zu bewegen. Wenn Du ohne Musik läufst, dann achtest Du viel mehr auf Deinen Körper, lernst ihn besser kennen und Du hörst die Vögel im Wald.

Der Einsatz von Musik

Synchron eingesetzt: Die Musik kann auf die Bewegungsabfolge abgestimmt werden, zum Beispiel auf die Schrittfrequenz.


Asynchron eingesetzt: Die Musik kann als Hintergrundmusik ohne Bezug zur ausgeübten Bewegung genutzt werden, z.B. im Fitness-Studio.


Anregend oder beruhigend: Musik beim Sport kann eine besondere Gemütsverfassung hervorrufen, dies wird vor allem beim Warm-up oder Cool-down genutzt.

Musik-Tipps für das Training

Das Tempo der Musik (beats per minute = Schläge pro Minute) sollte zum Herzschlag bzw. zur Schrittfrequenz passen. Je nach Schnelligkeit sollten die Beats zwischen 120 bis 150 pro Minute liegen.

 

Tipp: Trainiere mit einer Pulsuhr und merke Dir die Herzfrequenz. Einen bpm-Zähler gibt es im Internet. So kannst Du die Musik perfekt an die Herzfrequenz anpassen. Du kannst Dich auch an Deiner Schrittfrequenz orientieren.

  • Wähle für das Training nur vertraute Musik, die Du magst. Sonst fällt Dir auch das Training automatisch schwerer.
  • Dur-Tonarten (z.B. Beatles: Twist and Shout) motivieren besser als Songs in Moll (z.B. Pink Floyd: Another Brick in the Wall).
  • Die Lieder sollten möglichst melodiös und positiv klingen. Das steigert die Motivation.
  • Positive und motivierende Sätze in den Songtexten treiben an, z. B. „Keep on Running" und „You've got The Power".
  • Bei Kraftsportarten können die Lieder schneller sein. Viele Sportler trainieren dann gerne mit Heavy Metal, Hardrock oder Rap.
  • Höre nicht immer die selben Songs beim Sport. So kann nicht so schnell Langeweile entstehen und die Motivation bleibt erhalten.
  • Wähle eine angenehme Lautstärke und achte darauf, dass die Musik nicht durch Umgebungsgeräusche übertönt wird.
  • Wenn Du beim Laufen Deine Geschwindigkeit variierest - also mal schneller, mal langsamer laufen - solltest Du dies bei der Songauswahl berücksichtigen.

Gute Jogging-Songs

- Pointer Sisters - "Jump" (129 bpm)
- Bon Jovi - "It's my life" (121 bpm)
- Status Quo - "Rockin' all over the world" (130 bpm)
- Nickelback - "Never again" (135 bpm)
- Blink 182 - "All the small things" (147 bpm)
- Robbie Williams - "Eternity" (131 bpm)
- Queen - "A kind of magic" (130 bpm)
- The Prodigy - "Voodoo People" (139 bpm)
- Coldplay - "Viva la Vida" (138 bpm)
- Amy Whinehouse - "Rehab" (146 bpm)
- U2 - "Vertigo" (140 bpm)

 

Weitere Musik, die ich selber allzu gern höre, findest Du unter Musik in der Kategorie Empfehlungen oder auch bei iTunes - Mehr als 6 Millionen Songs zum Probehören, Kaufen und Downloaden.

 

Quelle:

Bild.de

Stand: 20.08.2010

Der Läuferspruch des Tages:
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